Das CB-Lounge Forum

Normale Version: StVO-Änderung: Mikrofonverbot am Steuer (Online-Petition HNDX, Aktivitäten RTCB)
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Hallo,

in vielen Autos ist heute (ab Werk) eine Freisprecheinrichtung fürs Handy (auf Bluetooth Basis) enthalten.

Die Forderung wäre, dass die CB-Hersteller, in ihre Geräte ebenfalls Bluetooth einbauen, was zu den Freisprecheinrichtungen der Autohersteller kompatibel ist. Bleibt noch die Frage der Sendetaste (PTT), was
a) mit Vox (Sprachsteuerung)
b) mit einer Sendeaste irgendwo im Auto (wie kommen wir von dort zum Funkgerät?)

gelöst werden könnte.

Alles kompliziert.

Die Autohersteller haben CB-Funk überhaupt nicht mehr auf dem Schirm - es soll sogar Hersteller geben, die in ihren Bedienungsanleitungen den Einbau von CB kategorisch ausschließen (kennt jemand ein Modell oder eine Marke?)

FreeSWLStation

Ich bin aus dem Thema Mike verbot draussen  hab alles dazu gesagt sonst meldet sich gleich wieder dieser Kölsch ....... Hans Wurst keine Lust dazu.
Die Industrie muss jetzt was machen, vielleicht haben ja LKW Hersteller MAN, Iveco, Merzedes usw., eine brauchbare Idee und nicht wie Alan Midland dieses Mike mit dieser Müll Gülle App.
73
Hallo,

ich wurde gefragt, wie es mit der Anti-Mikrofon"verbot" Petition weiter gehen soll.

Mein subjektiver Eindruck ist, dass die meisten Funkfreunde/innen momentan andere Probleme haben, wie zum Beispiel die Frage, wie man diesen Winter überleben kann ohne sich mit diesem ultra-nervigen Virus zu infizieren (Leute nehmt den Ernst, wen es erwischt, muss mit dem schlimmsten rechnen) oder davon wirtschaftlich "getroffen" (Kneipen, Kultur, Sport, Fitness, Veranstaltungen, etc.) zu werden.

Dann herrscht wohl der "stille" Eindruck vor, dass im Zuge einer dringend notwendigen juristischen "Reparatur" der StVO (welche Version gilt denn eigentlich aktuell?) vielleicht wieder etwas "Vernunft" einkehrt und vielleicht irgendeine "kompatible" Lösung (idealerweise eine Ausnahmeregelung für "einfache" Mikrofone oder so) gefunden wird.

Oder die stille Akzeptanz, dass Sprechfunk im Auto künftig nur noch den Profis mit Freisprecheinrichtung (wenn es eine funktionierende Freisprecheinrichtung gibt) vorbehalten bleiben wird, der Rest fährt ab und an auf den Berg und funkt von dort.

Oder die heimliche Meinung, dass man sich einfach "nicht erwischen lassen" darf?

Ich weiß es - ehrlich gesagt - auch nicht.
Der Deutsche Amateur Radio Club DARC hat gerade beim
"Lehrstuhl für Ingenieur- und Verkehrspsychologie an der TU Braunschweig"
ein Gutachten in Auftrag gegeben zur
"Ablenkungswirkung eines Funkgeräte-Mikrofons während der Fahrt"
(Edit: Henning berichtete bereits darüber.)

Da stellt sich mir die Frage, warum der das nicht schon vor drei Jahren in Auftrag gegeben hat als man wußte, das sowas kommt.
Ist das Verbot wieder so plötzlich gekommen wie Weihnachten?

Die Geräte-Hersteller konnten angeblich noch keine Freisprecheinrichtungen entwickeln wegen "Corona", das universelle schweizer Messer für alle Ausreden.
Da stellt sich mir ebenfalls die Frage, was die Funkgeräte-Hersteller die zweieinhalb Jahre vor Corona gemacht haben?
Hallo,

es gibt ja einige Geräte mit Vox und es gibt auch lieblos zusammengezimmerte Freisprecheinrichtungen.

Die Vox-Schaltungen funktionieren teilweise nicht richtig, weil die Mikrofon nicht unterscheiden können, zwischen erwünschter Sprache und Hintergrundlärm.
Wie stell ich das ein? Das Mikrofon müsste ähnlich verbaut sein wie das der Freisprecheinrichtung fürs Handy.

Wir haben gelernt, Mikrofon direkt an den Mund, damit die Sprache verständlich ist. Soll ich mir jetzt vor der Fahrt ein drahtloses Sprechgeschirr umhängen?

Noch besser wäre, wenn die CB-Funkgeräte Bluetooth hätten und sich mit den üblichen Handy-Freisprecheinrichtungen verbinden könnten.

Da gibts aber nix passendes.

Problem scheinen wohl die Bluetooth Lizenzkosten zu sein, die den CB-Herstellern zu hoch sind.

Die Mikrofonbuchsen der heutigen CB-Funk-Geräte sind nicht mehr durchgehend genormt.
Die GDCH-Norm ist in Vergessenheit geraten, bei Mikrofon-Zusatzfunktionen wie Speisespannung, Up/Down oder Tastensperre, ASQ etc. macht jeder Hersteller längst seine eigene "Norm". Die Hersteller der Freisprecheinrichtungen müssten daher viel zu viele Sonder-Versionen bauen, aufwendig und teuer.

Das Thema trifft nicht die breite Masse und die allgemeine Meinung ist "Wird nicht so schlimm, interessiert mich nicht, halt ich mich nicht dran, darf mich nicht erwischen lassen oder so..."

Die CB-Hersteller sind da für meinen Geschmack auch viel zu "zurückhaltend" bzw. setzen auf neue Geschäftsmöglichkeiten mit Zusatz-Geräten und neuen Funktionen. Die sind aber - siehe oben - nicht ausgereift oder nicht nutzbar.
Ja, das stimmt alles. Habe ein Funkgerät von ALBRECHT, meine zum Jahresanfang gekaufte Freisprecheinrichtung ist auch von ALBRECHT.
Trotzdem Schrott, da bei meinem Funkgerät von Pin 6 (Mikrofonbuchse) nicht die geforderte 12 V Spannung geliefert wird, sondern nur
3,3 V ! Durch Fa. Neuner wurde für mich das Problem aber gelöst, trotzdem es bleibt dabei: SCHROTT ! Die Modulation des Mikrofones ist
unter aller Sau ! Schade um das ausgegebene Geld. Die Hersteller wollen wohl den CB-Funk aussterben lassen, jedenfalls mein Eindruck. Früher
waren auch noch Buchsen für PA und ext.-S-Meter-Anschluß vorhanden, alles weg .....Dumm nur, daß die Anforderungen der Politik immer
vor den Möglichkeiten der Umsetzung kommen. Erst fordern und verbieten, jedoch nicht die technischen Voraussetzungen schaffen. Geht
zu wie im Straßenverkehr allgemein: Zu viele Autos auf der Straße, dafür immer mehr Parkmöglichkeiten reduzieren. Ist ja auch ein gutes
Geschäft für den Staat, der mit Hilfe von Polizei und Ordnungsamt schön kassiert. Frust läßt grüßen ....

73&55
Wolfgang
13HN135
Ich kann nur Erfahrungen vom Amateurfunk berichten:

Yaesu FTM-100/FTM-400 Mobilduobander
Yaesu läßt sich die Bluetooth-Option kräftig vergolden.
https://www.mwf-service.com/shop/yaesu-b...modul.html
Dafür erhält man ein Modul, das nicht mit jedem Headset zusammen arbeitet und sich auch nicht bei der FSE am PKW anmelden läßt.
Mit der Abhebe-Taste am Headset wird die PTT getriggert. Einmal drücken Senden, nochmal drücken Empfang.
Diese Umschaltung hat mindestens eine halben Sekunde Verzögerung.

Anytone-Geräte
Beim Mobilgerät wird zum werksseitigen BT bereits eine schnurlose PTT mitgeliefert.
https://de.aliexpress.com/i/400080108838...5aa1HXBFSp
Die Taste kann man sich per Klettband z.B. an den Zeigefinger hängen und mit dem Daumen drücken, das klappt auch beim Schalten.
Anmelden kann man jedes beliebige BT-Headset. Die kurzen Ohrknubbel bringen keine allzu gute Modulation, besser sind Ein-Ohr-Headsets mit Bügelmikrofon.
Ich habe das Modell im Einsatz:
https://www.ebay.de/itm/Mpow-Bluetooth-K...SwrIdeqibE
Eigentlich die perfekte Lösung.
Auch an der FSE vom PKW kann man das Mobilgerät anmelden, die Modulation vom meist im Dach eingebauten  Mikro wird aber als nicht so gut empfunden.

Icom IC-705
Das neue Portabelgerät hat neben WLAN auch schon BT an Bord.
https://www.icomeurope.com/produkt/ic-705/
Die Bluetooth-PPT vom Anytone läßt sich zwar nicht anmelden, aber jedes andere BT-Headset.
Auch hier wird mit der Abhebetaste getriggert, die Verzögerung ist aber nicht so lang.
Ebenfalls eine perfekte und unkomplizierte Lösung.
Hi Achim,

das sind doch mal brauchbare Informationen. Danke dafür.
Kurze Anmerkung zur GDCH-Norm.

In der Norm wird nur festgelegt an welchem Kontakt des 6 pol Stecker was ist.
Z.B. die Stromversorgung kann 12 V sein, oder die Vorspannung zum Speisen der Elektretkapsel in deinem Fall 3,3 V.

Genauso sagt die Norm nichts aus wie up - down technisch gemacht wird.
Ebenso, wie hoch der Mikrofonpegel sein soll, ob evtl. noch eine Gleichspannung überlagert ist oder nicht, ...

Es gibt da tausende Möglichkeiten.

73 Hartmut
(31.10.2020, 08:21)Henning Gajek schrieb: [ -> ]Hi Achim,

das sind doch mal brauchbare Informationen.  Danke dafür.
Man sieht, es ist was möglich.
König Blauzahn-Module kosten heute nicht mehr viel, ebenso brauchbare Headsets....man muss es nur einbauen wollen...
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